Chao-Kang Chung - Im Studio 

 

18.02.-25.03.2018

 

 

Eröffnung: Sonntag,18.02.2018, 11:30 Uhr

 

Begrüßung: Franz-Josef Laforet, Vorsitzender

 

Einführung: Prof. Dr. Erich Franz, Münster

 

Gespräch mit dem Künstler: Mittwoch, 21.03.2018, 19:00 Uhr

 

Chao-Kang Chung ist 1984 in Taiwan geboren, studierte mit 18-22 Jahren in Taipeh und ab 2009 an der Kunstakademie Münster bei dem Maler Klaus Merkel und dem Video- und Installationskünstler Aernout Mik, bei dem er 2016 mit dem Meisterschuljahr abschloss. Er hatte Stipendien des DAAD und der Regierung in Taiwan und Ausstellungen in Peking und Shanghai und nahm an mehreren Gruppenausstellungen in Essen, Münster, Gelsenkirchen, Herdecke und Soest teil. Chung ist ein besonders vielversprechender Absolvent der Kunstakademie Münster. Noch in diesem Jahr wird ihn die Galerie Hachmeister in Münster vorstellen.  

Die Gemälde von Chao-Kang Chung sind unregelmäßig begrenzte Bildtafeln, die sich selbst „reflektieren" - im Sinne von Widerspiegelung wie auch von selbstbezüglicher Analyse. Das reale Objekt ‚Bild‘ präsentiert die Illusionen seiner Darstellung - die perspektivische Raumwirkung, die Transparenz eines Glases, hinter dem etwas sichtbar wird. Es spiegelt aber auch die Realität, die vor ihm liegt und scheint sogar die Wand hinter ihm sichtbar zu machen. Gemalte Neonröhren oder die Durchdringung mit fast weißer Helligkeit verunsichern noch mehr die Identifizierung dessen, was dargestellt sein könnte oder nur vorgetäuscht ist. Immer wieder taucht der Künstler selbst auf - und verschwindet im Bild, das er herstellt. Das Sehen führt zu faszinierenden Entdeckungen wie auch zu virtuos inszenierten Enttäuschungen. In skeptischer Durchdringung scheint alles, was man erkennt, wieder aufgehoben. Vielleicht erfährt man beim Sehen dieser Bilder sogar eine große Leere im Sinne des buddhistischen Zen. Aber auch das ist nicht sicher.

Von Chao-Kang Chung wird auch ein ebenso witziger wie irritierender Videofilm gezeigt, der ebenfalls das Scheitern des Erkennens und die Faszination des sich anhäufenden Missverstehens vorführt.

Eine großformatige Broschüre dokumentiert die Ausstellung und enthält Texte von Erich Franz und Gerd Blum.

 

Webseite des Künstlers: http://www.chungchaokang.com/de/Index.htm

 

Abb.: Der Künstler in seinem Atelier V, 2017, Öl und Epoxy auf Leinwand, ca. 100x100 cm (trapezförmig)