Michael von Biel mit Richter und Polke

 

aus der Sammlung Lauscher

 

 

19.02.-09.04.2017

Michael von Biel: Dörfliche Ansichten von dem Städtchen Greven, 6.7.2006, Sammlung Lauscher

Michael von Biel mit Richter und Polke

aus der Sammlung Lauscher

 

Michael von Biel ist ein fast 80-jähriger Musiker, Zeichner und Maler, der in den 1960er Jahren als Komponist vor allem im Bereich der Fluxus-Musik tätig war. 1968/69 studierte er bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Akademie. Danach arbeitete er neben seinen musikalischen Aktivitäten zunehmend und erfolgreich im zeichnerischen und malerischen Bereich. Von Biel lebte überwiegend in Köln, 2005 zog er nach Tübingen.

 

Von Michael von Biel zeigt der Kunstverein Lippstadt Zeichnungen und Malereien von 1971 bis 2007. Die Bilder gehen überwiegend von Landschaften aus, auch von Stillleben und musikalischen Assoziationen, doch löst das Temperament der Strichführung den Gegenstand weitgehend auf. Was die Bilder von Michael von Biel eher zeigen, sind freie lineare und farbige Bewegungen und rhythmische Strukturen mit sehr lebendigem Ausdruck – still und zart, dynamisch und rasant, raffiniert und hintergründig und immer auch humorvoll.

 

Alle Bilder in der Ausstellung stammen aus der Sammlung Lauscher, einer großartigen Privatsammlung in Greven. Das gilt auch für die Gemälde und großformatigen grafischen Arbeiten von Sigmar Polke und Gerhard Richter. Bei aller Unterschiedlichkeit geht es auch bei ihnen um schwankende und unfixierbare Zwischenbereiche zwischen Gegenständlichkeit und freier Abstraktion. Und auch bei diesen „Weltmeistern“ der Gegenwartskunst spürt man in den Verwandlungen des Sichtbaren bei jedem Bild eine gute Prise Humor.